Sarah Kuttner muss zur Chemo, über Ehemann und Kinder sagt sie wenig

Sarah Kuttner, deutsche Fernsehmoderatorin

Sarah Kuttner (47) muss wegen ihres Brustkrebses doch zur Chemotherapie, wie sie am 4. November 2026 in ihrem Podcast „Das kleine Fernsehballett“ sagte. Ihr Ehemann heißt Christoph, Nachname und Beruf sind nicht öffentlich. Öffentlich bekannte Kinder hat die Moderatorin und Autorin nicht.

Neue Therapie, neuer Plan

Von der ersten Absage bis zum Onkotest

Mitte Oktober sagte Kuttner per Instagram alle Lesungen aus ihrem Roman „Mama & Sam“ ab, darunter Potsdam am 20. und Erlangen am 22. Oktober. In ihrem Podcast machte sie dann die Diagnose öffentlich: „Um es kurz zu machen, habe ich mir einen kleinen Brustkrebs eingefangen.“ Der Tumor sitzt in der rechten Brust und ist etwa drei Zentimeter groß, Beschwerden hatte sie keine. Geplant waren zunächst eine Antihormontherapie und eine Operation, dafür wurde sie nach ihren Worten künstlich in die Wechseljahre versetzt.

An Halloween rief ihr Onkologe an, eine halbe Stunde später war sie im Krankenhaus. Ein Onkotest hatte einen Schwellenwert knapp überschritten, im Podcast sagte sie: „Mein Tumor ist ein bisschen rumpeliger, als man dachte.“ Ärzte setzten einen kleinen Metallmarker in den Tumor, damit sich Veränderungen verfolgen lassen, Kuttner nennt ihn scherzhaft „Bill-Gates-Chip“.

Was die Chemo für Beruf und Alltag bedeutet

Die Behandlung soll viereinhalb Monate dauern und jeweils mittwochs stattfinden, dem Tag, an dem auch neue Podcastfolgen erscheinen. Diese Woche bekommt sie einen Port, erst danach ist die Operation geplant. Sie rechnet damit, an Heiligabend keine Haare mehr zu haben, eine Perücke und einen Ständer hat sie bereits verschrieben bekommen.

Der erste Teil der Bühnentour mit Stefan Niggemeier im Frühjahr 2027 fällt aus, weil ihr Immunsystem zeitweise geschwächt sein wird. Auftritte vor rund 250 Menschen und Flugreisen sind in diesen Phasen nicht ratsam. Den Podcast führt sie weiter. Erfahrungsberichte anderer Betroffener möchte sie nicht zugeschickt bekommen, das mache ihr Angst.

Ehemann Christoph

Kuttner verlobte sich im März 2020 und machte ihrem Partner selbst den Antrag, mit einem Ring mit Basketball. Vorher hatte sie ihn im Podcast nur „Mitbewohner“ genannt. Im Sommer 2020 heiratete sie, auf Instagram stand „Married AF“ zu einem Foto, als Trauzeugin diente ihr Hund. Sein Nachname, sein Beruf und sein Alter sind nicht bekannt, Fotos von ihm zeigt sie nicht.

Im SZ-Magazin-Podcast „Alles Liebe“ erzählte sie im November 2025 von ihrer Ehe: Es geht laut Ankündigung um ADHS-Liebe, Abendbrot und gemeinsame Schulden und darum, dass sie sich nach schwieriger Kindheit und ungewolltem Ruhm nach genau dieser Ruhe gesehnt habe. Zu seiner Rolle in der Krebserkrankung ist nichts bekannt.

Kinder: ein Thema, das sie lange abwehrte

2014 sagte Kuttner in ihrer ZDFneo-Sendung „Kuttner plus Zwei“, sie finde Kinder „irgendwie doof“, was Kritik auslöste. Dem Spiegel erklärte sie 2019: „Die Leute denken ja eh schon, dass ich Kinder hasse“, das stimme aber nicht, Kinder seien für sie nur anstrengend. 2021 sprach sie bei „Käpt’ns Dinner“ im NDR laut Ankündigung offen über ihren Kinderwunsch mit 42 Jahren. Seitdem hat sie sich öffentlich weder zu einer Schwangerschaft noch zu Kindern geäußert.

In ihren Romanen kommen Kinder und Familie vor, in „Kurt“ (2019) stirbt ein Kleinkind. Ihr Vater ist der Radiomoderator Jürgen Kuttner, ihre Mutter starb Ende 2024. „Mama & Sam“ (2025) greift diesen Verlust auf, die Chatnachrichten darin stammen teils von ihrer Mutter.

By Laura Hoffmann

Redakteurin mit Schwerpunkt Film, Fernsehen und Musikindustrie. Studium der Kommunikationswissenschaften in München. Berichtet über Casting-Shows, Filmstarts und Musikstars aus Deutschland und Hollywood.

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