Niko Ilicevic debütiert gegen den HSV, die Eltern bleiben im Hintergrund

Niko Ilicevic, deutscher Fußballer

Die Eltern von Niko Ilicevic sind öffentlich nicht namentlich bekannt. Sicher ist: Sein Vater spielte selbst Fußball und unterstützt ihn, wie Niko im Vereinsmagazin erzählte. Ivo Ilicevic, der frühere kroatische Nationalspieler, ist sein Onkel, nicht sein Vater.

Am Sonntag, 1. November 2026, wurde der Mittelfeldspieler beim 3:1 von Eintracht Frankfurt gegen den Hamburger SV in der Nachspielzeit eingewechselt. Einen Tag nach seinem 16. Geburtstag stellte er damit den Rekord von Youssoufa Moukoko als jüngster Bundesligaspieler der Geschichte ein.

Der Vater war selbst ein guter Spieler

Was Niko über ihn sagt

Im Vereinsmagazin „Eintracht vom Main“ sprach Niko über die Unterstützung durch seine Familie. Dabei sagte er: „Mein Vater war auch ein guter Spieler und hilft mir auch gut.“ Name, Beruf und frühere Vereine des Vaters sind nicht bekannt, zur Mutter gibt es keine öffentlichen Angaben.

Die Familie trägt die Karriereplanung mit. Als im Sommer mehrere Topklubs Interesse zeigten, war Sportvorstand Markus Krösche laut Medienberichten Ansprechpartner der Familie. Sie entschied sich für den Verbleib in Frankfurt.

Onkel Ivo, der bekannte Name

Ivo Ilicevic, geboren am 14. November 1986 in Aschaffenburg, spielte in der Bundesliga unter anderem für den VfL Bochum, den 1. FC Kaiserslautern und von 2011 bis 2016 für den Hamburger SV. Er kam auf neun Länderspiele für Kroatien und beendete seine Karriere nach der Zeit beim 1. FC Nürnberg. Für Eintracht Frankfurt spielte er nie.

Niko erzählte, er sei als Kind oft bei den Spielen seines Onkels gewesen und wolle sich bei ihm einiges abschauen. Frankfurt hob die Verbindung zum HSV vor dem Spiel ausdrücklich hervor.

Der Rekord am 1. November

Frankfurt gewann gegen den HSV zum zweiten Mal innerhalb von sechs Tagen mit 3:1, nach dem Erfolg im DFB-Pokal. Trainer Adi Hütter brachte Niko für Can Uzun, wenige Augenblicke später hatte er die Chance auf das 4:1, schoss aber knapp am Tor vorbei. Hütter hatte vorher gesagt, es sei seine Pflicht, mit einem so jungen Menschen behutsam und geduldig umzugehen. Am Samstag spielt Frankfurt beim SC Paderborn.

Vom VfR Goldbach in den Profikader

Niko wechselte 2018 mit sieben Jahren vom VfR Goldbach ins Frankfurter Nachwuchsleistungszentrum. Mit 13 debütierte er in der U17, mit 14 in der U19. Im Sommer 2025 setzte ihn Frankfurt bei zwei Testspielen der Profis ein, das löste Prüfungen durch Arbeitsschutz und DFB aus. Am 3. Juli 2026 band ihn der Klub langfristig, die Laufzeit nannte er nicht. Sportdirektor Timmo Hardung sprach von Interesse mehrerer nationaler und internationaler Topklubs. Niko hat die deutsche und die kroatische Staatsbürgerschaft und spielte bislang für deutsche Junioren-Auswahlen, der kroatische Verband soll um ihn werben.

In der laufenden Saison kommt er bei der U19 laut Medienberichten auf vier Tore und drei Vorlagen in sieben Spielen. Hütter nahm ihn schon in die Saisonvorbereitung mit.

By Jonas Becker

Sportjournalist mit Fokus auf Fußball- und Tennis-Persönlichkeiten. Langjährige Erfahrung in der Berichterstattung über Bundesliga-Stars und Grand-Slam-Turniere. Früher freier Mitarbeiter bei Kicker.

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